Christy

Ausgezeichnet auf der diesjährigen Berlinale als bester Film der Sektion Generation: Eine bewegende Coming-of-Age-Story über Familie, Zugehörigkeit und zweite Chancen.
(Englisch mit deutschen Untertiteln)

Ein Film von Brendan Canty
Irland/Großbritannien 2025, 94 min

NRW-Premiere

Anschließend Filmgespräch mit dem Darsteller Diarmuid Noyes.

Der 17-jährige Christy steht an einem Scheideweg. Er ist gerade aus seiner Pflegefamilie in der ruhigen Vorstadt geworfen worden und bei seinem älteren Bruder Shane eingezogen, der im Arbeiter:innenviertel im Norden der irischen Stadt Cork wohnt. Für Shane ist das nur eine vorübergehende Lösung, aber Christy beginnt, sich bei ihm zu Hause zu fühlen, lässt sich auf die Menschen vor Ort ein und findet Freund:innen. Über die erweiterte Familie – so schlecht ihr Ruf auch ist – kann er sogar wieder an seine Vergangenheit anknüpfen. Shane versucht jedoch, ihn von der Verwandtschaft fernzuhalten. Er will um jeden Preis ein besseres Leben für Christy, selbst wenn das bedeutet, dass er ihn von sich stoßen muss. Nach vielen Jahren der Trennung stehen die Brüder vor der Aufgabe, sich mit ihren turbulenten Vergangenheiten zu versöhnen und zu entscheiden, wie die Zukunft aussehen soll.

Regie: Brendan Canty – Drehbuch: Alan O‘Gorman – Kamera: Colm Hogan – Schnitt: Allyn Quigley – Musik: Daithí – Mit Danny Power, Diarmuid Noyes, Emma Willis, Chris Walley, Lewis Brophy u.a. World Sales: Charades, charades.eu

Brendan Canty
Brendan Canty ist ein irischer Regisseur. Internationale Bekanntheit erlangte er mit Hoziers Musikvideo Take Me to Church, das über eine Milliarde Aufrufe verzeichnet und zwei MTV VMA-Nominierungen erhielt. Seitdem hat er Musikvideos für Top-Künstler wie Dermot Kennedy und Talos gedreht. Zu seinen preisgekrönten Kurzfilmen gehören For You (2017) mit Barry Keoghan und Christy (2019), der inzwischen zu seinem Debütfilm weiterentwickelt wurde. Sein neuester experimenteller Kurzfilm, Atali’i O Le Crezent (Sons of the Crezent), gewann den Publikumspreis und den Preis für die beste Regie bei Show Me Shorts, Best in Cork und dem Cork Film Festival sowie den Preis für den besten irischen Kurzfilm bei Still Voices.