Deutschlandpremiere zum Auftakt

Die Deutschlandpremiere des niederländischen Films „Alpha.“ eröffnet das 21. Filmfestival Münster. Das Vater-Sohn-Drama von Jan-Willem van Ewijk ist ein existentieller Survival-Thriller in der spektakulären Kulisse der Schweizer Hochalpen.

Zur Festivaleröffnung am 19. September im Schloßtheater Münster werden der Regisseur Jan-Willem van Ewijk und die Hauptdarsteller Reinout Scholten van Aschat und Gijs Scholten van Aschat erwartet. „Alpha.“ ist ein Film über den Wandel der Männlichkeit in unserer Gesellschaft. Er entzieht einem Vater und seinem Sohn nach und nach ihre modernen westlichen Privilegien, ihre Technologie, ihre persönlichen Befindlichkeiten und ihr Ego und lässt sie nackt vor der Natur zurück. „Alpha.“ wurde bei den Venice Days 2024 uraufgeführt und mit dem Europa Cinemas Label ausgezeichnet.

Europäischer Spielfilmwettbewerb mit acht Debütfilmen

Acht Regiedebüts aus europäischer Produktion, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, sind in den diesjährigen Spielfilmwettbewerb eingeladen, alle sind erstmals in NRW zu sehen. Sie konkurrieren um den Preis für die beste Regie, der von einer internationalen Jury vergeben wird und mit 5.000 Euro Preisgeld dotiert ist. Die Filmemacherinnen und Filmemacher schaffen den Spagat, ebenso persönliche wie gesellschaftlich drängende Themen in unterhaltsame und packende Kinogeschichten zu verwandeln. Der Film „My Uncle Jens“ des norwegisch-kurdischen Regisseurs Brwa Vahabpour gewinnt der legalen und illegalen Migration trotz aller Ernsthaftigkeit gar Slapstick-Momente ab. Die britisch-indische Filmemacherin Sandhya Suri bringt mit „Santosh“ einen feministischen Thriller über das indische Kastensystem auf die Leinwand, der ihr eine Nominierung für den British Film Award bescherte. Ihr Film war zudem der diesjährige britische Beitrag für die Oscars.

"Santosh" von Sandhya Suri (c) Taha Ahmed
„Santosh“ von Sandhya Suri (c) Taha Ahmed

Ebenfalls aus Großbritannien kommt „Urchin“, das Regiedebüt von Harris Dickinson, Schauspielstar aus „Babygirl“ und „Triangle of Sadness“. Sein Film ist eine zutiefst menschliche Charakterstudie eines Suchtkranken auf den Straßen Londons. Beim Festival in Cannes wurde der Hauptdarsteller Frank Dillane als bester Schauspieler in der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet, der Film erhielt zudem den FIPRESCI Preis. Der diesjährige Gewinner des Max-Ophüls-Preises ist der einzige deutsche Beitrag im Wettbewerb: mit seiner Adaption von Stefan Zweigs „Ungeduld des Herzens“ bläst Regisseur Lauro Cress frischen Wind durch einen 85 Jahre alten Roman.

Das gesamte Programm des 21. Filmfestivals Münster wird am 01. September veröffentlicht.