Mehr als 800 Filme wurden für den Europäischen Kurzfilmwettbewerb beim diesjährigen Filmfestival Münster eingereicht, Filme bis maximal 30 Minuten aus insgesamt 33 Ländern. Die Sichtungskommission hat in einem monatelangen Prozess 36 kurze Werke ausgewählt, die – bis auf zwei Ausnahmen – erstmals in Münster zu sehen sein werden.
Die Bandbreite der Filme ist enorm: vom animierten Spielfilm bis zur experimentellen Doku, von der LoFi-Ästhetik alter Super-8-Aufnahmen bis zur bildgewaltigen Cinemascope-Erzählung ist alles vertreten. „Wir sind überwältigt von der unbändigen Kreativität der jungen Filmschaffenden und gleichermaßen von der Sensibilität, gesellschaftlich wichtige Themen in der kurzen Form zu verhandeln“, so Carsten Happe, der gemeinsam mit Risna Olthuis das Festival leitet.

Mit in der Auswahl sind der Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises, „Fire Drill“ von Maximilian Villwock, Cannes-Teilnehmer wie das belgische Historienspektakel „Loynes“ von Dorian Jespers sowie die estnische Stop-Motion-Animation „On Weary Wings Go By“ von Anu-Laura Tuttelberg, die nach ihrer Premiere in Locarno unter anderem in Leipzig, Amsterdam und Brüssel Festivalpreise gewann. Der experimentelle Essayfilm „Magdalena Hausen – Die gefrorene Zeit“, eine griechisch-deutsche Koproduktion mit der Stimme von Hanna Schygulla, feiert beim Filmfestival Münster seine Deutschlandpremiere.
Die Wettbewerbsbeiträge sind in sechs Programmblöcken am 20. und 21. September im Schloßtheater Münster zu sehen, darüber hinaus gibt es Wiederholungen vom 22. bis 24. September. Eine Fachjury entscheidet über den Großen Preis der Filmwerkstatt, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Aber auch das Publikum kann abstimmen und seine Favoriten wählen, die im Endspurt zum Publikumspreis am 25. September noch einmal gezeigt werden. Dieser Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von den Münsterschen Filmtheater-Betrieben vergeben.
Das gesamte Programm des 21. Filmfestivals Münster wird am 01. September veröffentlicht.