THE DOOM GENERATION, Gregg Araki, Still

Nightwatch — Gregg Arakis Teen Apocalypse Trilogy

Man nehme die Konventionen des amerikanischen Teenagerfilms, übertrage sie auf die freakigen Randbereiche von Los Angeles, verankere sie in einer kompromisslosen Vision sexueller Fluidität und kröne das Ganze mit einer kräftigen Dosis Desillusionierung der Generation X, gonzoartiger Gewalt und halluzinogenem Surrealismus – und man erhält so etwas wie diese gewagten Grenzüberschreitungen des New-Queer-Cinema-Rebellen Gregg Araki. Mit einer fröhlichen Mischung aus Slacker-Ironie und roher Aufrichtigkeit, Godard’scher Coolness und Punk-Schmuddeligkeit haben die wild subversiven, hormongesteuerten Filme der Teen Apocalypse Trilogy das Indie-Kino der 1990er Jahre in neue ästhetische Gefilde geführt und gleichzeitig der Wut und dem libidinösen Verlangen der Jugendlichen einen fulminanten Ausdruck verliehen.

Gregg Araki wurde 1959 als Sohn japanisch-amerikanischer Eltern in Los Angeles geboren. In den frühen 80er Jahren schrieb sich Araki an der USC Film School ein, wo seine studentischen Projekte von New-Wave- Musik, der DIY-Kultur der Underground-Kunst und Filmemachern wie Rainer Werner Fassbinder, Jim Jarmusch und John Waters inspiriert waren. Araki gehört seit seinem filmischen Durchbruch mit The Living End beim Sundance Film Festival 1992 gemeinsam mit Isaac Julien oder Todd Haynes zur Speerspitze der New-Queer-Cinema-Bewegung. Arakis drei nachfolgende Spielfilme, die seine äußerst einflussreiche Teen Apocalypse Trilogy bilden, inspirierten eine ganze Generation von Ausgestoßenen und queeren Menschen dazu, sich selbst zu akzeptieren und allen, die es wagten, über sie zu urteilen, den Mittelfinger zu zeigen.

  • Totally Fucked Up
    Eine wahnsinnige Mischung aus Punk-Nihilismus und trockener Ironie – der erste Film aus Gregg Arakis „Teen Apocalypse Trilogy“ gibt Jean-Luc Godards Klassiker „Masculin féminin“ eine gewagte queere Note. (Englisch mit englischen Untertiteln)
  • The Doom Generation
    Gregg Araki begibt sich in diesem wilden, von Meth und Fast Food angetriebenen Roadtrip durch die Randgebiete einer bedrohlichen amerikanischen Einöde auf eine Reise in die Hölle. (Englisch mit englischen Untertiteln)
  • Nowhere
    Man kann die Pheromone dieser kaleidoskopischen Odyssee förmlich riechen, in der Regisseur Gregg Araki Elemente aus Seifenopern mit Science-Fiction, Indie-Coolness und glitzernder Pop-Art-Subversion verbindet. (Englisch mit englischen Untertiteln)