Ein Film von Jan-Willem van Ewijk
Niederlande/Schweiz/Slowenien 2024, 104 min
Anschließend Filmgespräch mit Jan-Willem van Ewijk, Reinout Scholten van Aschat und Gijs Scholten van Aschat.
Nach dem Tod seiner Mutter zieht der 31-jährige Niederländer Rein in ein kleines Dorf in den Alpen, um in der Natur zu sein, zu meditieren und als Snowboardlehrer zu arbeiten. Die Ruhe seines Rückzugsorts ist vorbei, als sein extrovertierter Vater Gijs zu Besuch kommt. Gijs steht schnell im Mittelpunkt einer Skitour mit Rein und seinen Freunden. Schließlich flirtet er mit Reins neuer Freundin Laura, sodass sein Sohn sich mehr und mehr an den Rand gedrängt fühlt. Es dauert nicht lange, bis Rein genug hat. Er zieht seinen Vater aus der Gruppe heraus und sie setzen ihre Wanderung auf den Berg allein fort. Die Spannung zwischen den beiden Männern ist spürbar. Gijs fühlt sich auf dem steilen und gefährlichen Gelände zunehmend unwohl, aber Rein drängt weiter zum Gipfel und ignoriert die Bitten seines Vaters, wieder umzukehren. Es dauert nicht lange, bis die Natur heftig zuschlägt und ihren kleinlichen Kampf um die Vorherrschaft in einen regelrechten Kampf ums Überleben verwandelt.
Alpha. ist ein Film über den Wandel der Männlichkeit in unserer Gesellschaft. Er entzieht einem Vater und seinem Sohn nach und nach ihre modernen westlichen Privilegien, ihre Technologie, ihre persönlichen Befindlichkeiten und ihr Ego und lässt sie nackt vor der Natur zurück.
Bei den Venice Days 2024 mit dem Europa Cinemas Label ausgezeichnet.
Regie & Drehbuch: Jan-Willem van Ewijk – Kamera: Douwe Hennink – Schnitt: Sander Vos & Eline Bakker – Musik: Ella van der Woude – Mit Reinout Scholten van Aschat, Gijs Scholten van Aschat, Pia Amofa-Antwi, Kaija Ledergerber u.a. – World Sales: LevelK, levelk.dk
Jan-Willem van Ewijk
Jan-Willem van Ewijk arbeitete als Flugzeugkonstrukteur und Investmentbanker, bevor er seinen Job kündigte und seinen Traum vom Filmemachen verwirklichte. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie, schnitt den Film und spielte neben seinen ehemaligen Bankkollegen, Freunden und Familienmitgliedern in seinem Debütfilm Nu. mit, der beim Niederländischen Filmfestival eine besondere Erwähnung als bester Debütfilm erhielt. JWs zweiter Spielfilm Atlantic. über einen marokkanischen Windsurfer wurde für das Sundance Writer’s Lab ausgewählt und feierte seine Premiere auf dem Toronto International Film Festival. Nach der Pandemie drehte JW zwei Spielfilme hintereinander: den in Amerika spielenden Pacifica. über einen Vater, der seine jugendliche Tochter bei einer Schießerei verliert, und Alpha., die Geschichte eines Vaters und seines Sohnes, die in den Hochalpen einer Katastrophe ausgesetzt sind, der für die Venice Days ausgewählt wurde. Derzeit arbeitet JW an seinem ersten Science-Fiction-Film Cupola.

