Ein Film von Mehmet Akif Büyükatalay
Deutschland 2025, 104 min
Anschließend Filmgespräch mit Mehmet Akif Büyükatalay und Claus Herzog-Reichel.
Die ehrgeizige junge Praktikantin Elif will ihre Chance im Filmgeschäft voranzukommen beim Dreh eines Films über den rechtsextremistischen Brandanschlag in Solingen nutzen. Um die Authentizität zu erhöhen, haben der etablierte Regisseur Yigit und seine Produzentin und Lebensgefährtin Lilith Bewohner aus einem Heim für Geflüchtete als Komparsen engagiert. Der Fund eines verbrannten Korans nach einem emotionalen Drehtag sorgt für Unruhe und Verwirrung bei den Komparsen. Die überlastete Elif soll nicht nur die Komparsen zurück ins Heim fahren, sondern auch das analoge Filmmaterial in die Wohnung von Yigit und Lilith bringen, in der sie während des Drehs wohnt. Am nächsten Tag ist das Filmmaterial verschwunden. Jeder verdächtigt jeden und jeder hätte einen guten Grund, das brisante Filmmaterial beiseitezuschaffen. Die Emotionen kochen hoch und konträre Meinungen zu politischen und religiösen Fragen prallen voller Wucht aufeinander. Und über allem schwebt immer noch die Frage: Wer und was steckt hinter dem Diebstahl?
Regie & Drehbuch: Mehmet Akif Büyükatalay – Kamera: Christian Kochmann – Schnitt: Denys Darahan & Andreas Menn – Musik: Marvin Miller – Mit Devrim Lingnau, Mehdi Meskar, Serkan Kaya, Nicolette Krebitz, Aziz Çapkurt u.a. – Deutscher Verleih: Rapid Eye Movies, rapideyemovies.de
Mehmet Akif Büyükatalay
Der Filmemacher und Produzent Mehmet Akif Büyükatalay, geboren 1987, hat sein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln abgeschlossen. Sein Regiedebüt, der Spielfilm Oray, wurde international gefeiert und gewann auf der Berlinale 2019 den renommierten GWFF Preis Bester Erstlingsfilm. Im Jahr 2020 gründete Büyükatalay gemeinsam mit dem Produzenten Claus Herzog-Reichel die filmfaust GmbH. Seitdem hat sich die Firma als kreative Kraft im europäischen Kino etabliert und produziert preisgekrönte Spiel- und Dokumentarfilme, darunter bemerkenswerte Produktionen wie Cem Kayas Liebe, D-Mark und Tod (2022) und Sirens Call (2025) des Regieduos Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann.